Jordan 1 High OG QC: die Sanduhr-Ferse, das Wings-Logo und die Zehenkappe, eine Checkliste für jede Colourway

QC-Threads zum Jordan 1 High OG gehen meist Colourway für Colourway vor. Die meisten Checks sind aber bei jedem Paar gleich, deshalb hier eine einzige Checkliste, die für fast jeden OG High gilt. Colourway-spezifische Dinge wie der rissige Kragen bei manchen Paaren haben eigene Threads.

Vier Checks tragen das meiste Gewicht: die Sanduhr-Ferse, das Wings-Logo, die Zehenkappe sowie der Swoosh zusammen mit dem Kragen.

[[PHOTO: Jordan 1 High heel straight from behind at shoe height, showing the hourglass shape]]

Warum ist die Ferse der erste Check? Schauen die Leute nicht aufs Logo?

Punkte von 10 dafür, wie viel jeder Check verrät, mit Begründung:

  • Sanduhr-Ferse: 9/10. Genau von hinten wird die Ferse in der Mitte schmaler und oben und unten breiter. Eine gerade „Röhren“-Ferse ist das häufigste Merkmal, und man sieht sie am Fuß.
  • Wings-Logo: 7/10. Tiefe, Position und Proportionen des geprägten Logos am Kragen.
  • Zehenkappe: 8/10. Höhe und Profil von der Seite. Zu hoch, und sie wirkt aufgeblasen.
  • Swoosh: 7/10. Form und Position der Spitze, dasselbe Prinzip wie beim Dunk.

Die Ferse bekommt die meisten Punkte, weil man sie nicht verstecken kann und sie den richtigen Fotowinkel braucht. Zusammengefasst: erst die Ferse, dann die Zehenkappe, dann die Details.

Und wie macht man ein Fersenfoto, das wirklich etwas bringt? Ständig scheinen Leute neue Fotos anzufordern.

Drei Schritte:

  1. Den Schuh auf eine ebene Fläche stellen, die Kamera auf Höhe der Ferse, nicht darüber.
  2. Genau von hinten fotografieren, wenn möglich beide Schuhe nebeneinander.
  3. Gleichmäßiges Licht, keine Blitzreflexe auf dem Leder.

Von oben wirkt jede Ferse schmaler und die Sanduhr verschwindet. Dieser Winkel ist der Hauptgrund für neue Fotos.

Zum Wings-Logo ein Mythos, den man ausräumen sollte: „Tiefer ist immer besser“ stimmt nicht. Das Logo sollte klar geprägt sein, mit scharfen Buchstaben und lesbarem kleinem Markenzeichen, aber zu tief kann ebenfalls falsch sein. Und die Position zählt: Es sollte gerade auf dem Kragen sitzen, nicht zur Ferse geneigt. Vergleicht mit Retail-Fotos derselben Colourway, denn die Position des Logos variiert zwischen den Releases ein wenig.

[[PHOTO: Wings logo on the ankle collar close-up, showing deboss depth and lettering]]

Und die Zehenkappe: Sie ist wie die Front eines Oldtimers, das Seitenprofil ist alles. Von der Seite sollte sie sanft zur Spitze hin abfallen. Eine hohe, runde Zehenkappe ist nach der Ferse das zweithäufigste Merkmal. Die Perforationen sollten saubere Reihen bilden, wie beim Dunk.

Und der Kragen? Ich lese immer wieder von Rissen bei manchen Paaren.

Zusammenfassende Checkliste für jeden Jordan 1 High OG:

  1. Ferse (9/10): Sanduhr genau von hinten, Foto auf Fersenhöhe.
  2. Zehenkappe (8/10): sanftes Gefälle im Profil, nicht hoch oder aufgeblasen; saubere Perforationen.
  3. Wings-Logo (7/10): scharfe Prägung, gerade Position, lesbares Markenzeichen; nicht nur „tief“.
  4. Swoosh (7/10): saubere Spitze und Kurve, Position wie bei Retail.
  5. Kragen: Höhe und Polsterung wie bei Retail. Gewollte Risse bei bestimmten Colourways sind ein eigener QC, behandelt im Thread zum Lost-&-Found-Kragen.
  6. Zungenlabel und Nähte: gleichmäßig, kleine Unregelmäßigkeiten in den Nähten allein bedeuten aber wenig.

Fazit des Threads: zuerst die Form, Logo und Details danach.

Gute Checkliste. Zum Hintergrund, warum ein Batch zur üblichen Referenz für die meisten Jordan-1-Colourways wurde, siehe Jordan 1: Wie LJR zum Maßstab wurde, und für die Buchstaben Batch-Namen erklärt.